Ernährung für Tumorpatienten

Ernährung als Tumortherapie in der Vita Natura Klinik

Im Bereich der Ernährung gibt es viele neue Erkenntnisse, welche Nahrungsmittel auch für eine Krebsbehandlung förderlich sind. Leider sind hierbei oft für den Patienten verwirrende, manchmal auch widersprüchliche, Ansichten zu finden. Unseren Patienten bieten wir eine Vollwerternährung, das heißt eine gesundheitsfördernde Kost mit hohem Frisch- und Rohkostanteil.

Schweinefleisch und Rindfleisch werden nicht verwendet. Bei der Vollwertküche gibt es Abstufungen bis hin zu streng vegetarisch oder auch Rohkost.

Dazu kommen Spezialdiäten, die individuell auf den einzelnen Krankheitsfall abgestimmt werden, z. B. bei Krankheiten von Magen oder Bauchspeicheldrüse oder bei Allergien (z. B. Gluten, Milch).

Fastenkuren nach Buchinger, F.X. Mayer und Breuß sind möglich.

Selbstverständlich können Sie Ihre Kostform zu Beginn Ihres Aufenthaltes mit unserem Chefarzt absprechen. Hierbei können auch Wünsche, wie z.B. Öl- Eiweiß- Kost nach Dr.  Budwig, oder Anti-Krebs-Ernährung nach Dr. Coy erfüllt werden. Solche Spezialkostformen sind immer auf den Einzelfall abzustellen, denn eine generelle Anwendung von z.B. zu vielen Eiweißen kann auch genau zum gegenteiligen Effekt, als den Gewünschten, führen. Daher wird im Aufnahmegespräch bei uns in der Klinik sehr viel Wert auf die gemeinsame Ausarbeitung des Ernährungsplanes gelegt.

Ernährungshinweise für Krebspatienten

Aus epidemiologischen Studien kann geschlossen werden, daß die Nahrung einen hohen Anteil an Obst und Gemüse enthalten sollte. Eine Zufuhr von tierischen Fetten und Übergewicht sind ungünstige Faktoren für ein Mamma-Carcinom (Deutsches Ärzteblatt 94, 1997(43), B2827-B2830).
Die Erfahrung hat gezeigt, daß eine lactovegetarische Vollwertkost alleine schon den Gesamtzustand des Organismus spürbar bessert und außerdem im Alltag gut praktikabel ist. Durch die Reichhaltigkeit und Schmackhaftigkeit dieser Ernährungsweise fällt es dem Patienten leicht, auf Fleischprodukte weitgehend zu verzichten. Dabei sollten sowohl die individuelle Krankheitssituation als auch persönliche Konstitution, Abneigungen und Vorlieben auf die Ernährung Einfluß haben. Je kränker und schwächer, desto schonender wird die Kost, indem der Anteil an rohen Speisen sinkt und der Anteil an warmen Speisen steigt (ayurvedisch: Vata-Kost).
Bei einigen Tumorarten ist der Einfluss durch die Kostform besonders deutlich. So berichten Männer mit Prostatakarzinom häufig von einem Rückgang des Tumormarkers PSA nach Umstellung auf Rohkost (eigene Beobachtung). Ähnliche Beobachtungen führten Therapeuten (z.B. Rudolf Breuß) dazu, extreme Krebsdiäten zu entwickeln, die z.T. auch heute noch eingesetzt werden.
Grundgedanke dabei ist, dass der Mangel an bestimmten Nährstoffen die Krebszelle früher als die gesunde Zelle verhungern lässt. Die Beratung und Begleitung durch einen erfahrenen Behandler ist erforderlich.