Entstehungsgeschichte der Hyperthermie

Man unterscheidet die aktive Hyperthermie (Fiebertherapie) von der passiven Hyperthermie durch Wärmezufuhr von außen.

Die sog. Fiebertherapie wurde gegen Ende des letzten Jahrhunderts von Coley entwickelt und stellte in der Ära vor der Chemotherapie die einzige systemische Krebsbehandlung dar. Das Fieber wird zumeist durch Injektion abgetöteter Bakterien oder deren Bestandteile erzeugt. Gute Ergebnisse ließen sich erreichen bei Uterus-, Ovarial- und Mamma-Carcinom, beim Morbus Hodgkin, beim multiplen Myelom, malignen Melanom und bei den Weichteil-Sarkomen.
Aufgrund der schlechten Steuerung der Temperaturentwecklung beim Patienten, kann diese Therapieform oftmals zu hohen Fieberschüben mit den damit verbundenen Nebenwirkungen führen. Daher hat sich die Vita-Natura Klinik dazu entschlossen, diese Form der Fiebertherapie nicht mehr anzubieten.

Die passive Hyperthermie des gesamten Körpers wurde in den 60er Jahren von Manfred von Ardenne entwickelt. Es erfolgt eine Bestrahlung mit Mikrowellen oder Infrarotlicht, wobei die Körpertemperatur bis maximal 42,5° gesteigert wird. Nach neueren Erkenntnissen ist die sog. “milde” und natürlichere Hyperthermie mit Körperkerntemperaturen unter 40,5 ° ausreichend und wird im Allgemeinen ohne wesentliche Nebenwirkungen vertragen. Die häufigste heute eingesetzte Methode ist die kombinierte Version, wobei nach Injektion eines fiebererzeugenden Mittels eine Wärmebestrahlung erfolgt.

Diese Therapieform wird in der Vita-Natura Klinik seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt. In den letzten 10 Jahren gab es auch einige sehr erfolgreiche Studien zum Thema Ganzkörperhyperthermie. Hier finden Sie Links zu Studien, bzw. Berichten:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/innere_medizin/article/412055/studien-belegen-erfolge-hyperthermie-krebs-aber-methode-noch-nicht-durchgesetzt.html

Eine gute Übersicht bietet auch der Krebsinformationsdienst. Hier wird allerdings nur die Möglichkeit an einer Studie teilzunehmen dargestellt, aber die grundlegenden Basisinformationen sind sehr umfangreich:

https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/hyperthermie.php

Lokale Tiefenhyperthermie:
Örtliche Erwärmungen direkt am Tumor z.B. an Lebermetastasen werden mittels elektromagnetischer Wellen erzeugt. Diese sog. Tiefenhyperthermie ergibt dann einen Sinn, wenn das Krebsleiden ein örtliches Problem darstellt. Seit 2013 werden in der Klinik auch regionale Tiefenhyperthermien durchgeführt mit gutem Erfolg.

Neuere Studien belegen, dass sich bei verschiedenen Tumoren eine bis zu dreimal höhere Fünf-Jahres-Überlebenszeit als bei Standardtherapie ergab. Dr. Ellen Jones und ihre Kollegen von der Duke University in North Carolina untersuchten über 100 Patientinnen mit wiederkehrendem Brustkrebs. Durch den kombinierten Einsatz von Strahlentherapie und Hyperthermie konnten 68 Prozent von ihnen geheilt werden.

Quelle: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=5581

 

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