Bewegung

Die das Immunsystem stärkende Wirkung von Sport – insbesondere Ausdauerbelastung – konnte belegt werden. Eine Steigerung der Aktivität der natürlichen Killerzellen wurde beobachtet (gemeinsames Symposium der Dt. Gesellschaft für Onkologie, des württembergischen und der badischen Landessportbünde, Medica Baden-Baden, 7/1996).
Aus der Sportmedizin ist bekannt, daß sowohl Stoffwechsel als auch Immunsystem insbesondere dann günstig beeinflußt werden, wenn mindestens 2 -besser 3- mal pro Woche für wenigstens 30 Minuten eine Ausdauerbelastung stattfindet. Dies zeigt auch eine neuere Studie aus dem Jahre 2013. (Lemanne D, Cassileth B, Gubili J. The role of physical activity in cancer prevention, treatment, recovery, and survivorship. Oncology. 2013 Jun;27(6):580-5.)
Die Belastungshöhe wird dabei anhand der Puls-Zahl orientierend bestimmt. Während des Trainings sollte der Puls ständig im Bereich einer Zahl liegen, die sich der sog. Lagerström-Formel berechnet: Trainingspuls = 220 minus halbes Lebensalter minus Ruhepuls.
Regelmäßiger Sport verändert auch das Körpererleben und hat einen Einfluß auf die Psyche. Körpereigene Hormonsysteme und Mediatoren (Stichwort “Endorphine”) tragen zu einer vermehrten Ausgeglichenheit und gesteigertem Wohlgefühl bei, sogar die Wahrnehmung bzw. Verarbeitung des Schmerzerlebens wird verändert. Eine Grundvoraussetzung beim Sport ist die Anpassung an die Wünsche und Möglichkeiten des Einzelnen, denn nur dann macht die Sache Spaß und kann auf längere Sicht beibehalten werden. Sportgruppen bieten einen guten Einstieg und Motivationsschub, sei es nun für den einen ein morgendlicher Treff zum Dauerlauf oder für den anderen eine abendliche Tanzveranstaltung.

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