Darmsanierung und Mikroökologie

Hierunter versteht man verschiedene Methoden, die die Mikroökologie des Darmes beeinflussen und in einen optimalen Zustand versetzen sollen. Dies ist besonders dann wichtig, wenn eine vorherige Schädigung durch Antibiotika-, Cortison oder Zytostatika-Verabreichung vorliegt.

Die Darmsanierung wird bei einem weiten Spektrum von Erkrankungen eingesetzt, die alle etwas mit Störungen des  Immunsystems zu tun haben (z.B. Neurodermitis, Rheuma und bei Krebserkrankungen). Dies begründet sich in der Tatsache, dass 80 % unseres Immunsystem in der Darmwand und dem zugeordneten Lymphsystem positioniert sind und der Darm mit seinen ca. 300 qm Oberfläche die größte Kontaktfläche zwischen “Außen- und Innenwelt” darstellt. Folglich haben Gifte oder toxische Stoffwechselprodukte einer geschädigten Darmflora eine entsprechend negative Auswirkung auf das Immunsystem.

Diagnostisch kann die Mikroflora im Stuhl in spezialisierten Laborinstituten untersucht werden; hierbei kann aus dem Stuhl eine Art Impfstoff hergestellt werden.

Im Zentrum steht jedoch die eigentliche Darmbehandlung, die meist in 3 Phasen durchgeführt wird:

Die erste ist die vermehrte Ausleitung von Giftstoffen über den Darm, was durch abführende Maßnahmen wie Einläufe oder mittels Colon-Hydro-Therapie geschieht. Im Anschluss folgt eine Dezimierung schädlicher Pilzbesiedlungen (z.B. Beseitigung von Pilzen wie Candida albicans) durch Nystatin-Tabletten oder durch ein antimykotisches pflanzliches Präparat (Knoblauch, Myrrhe, ätherische Öle). In einer 3. Phase erfolgt die “Wiederaufforstung” der Darmflora durch Gabe von gesunden und nützlichen Keimen bzw. Präparaten, die man Probiotika nennt.

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